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Hintergründe und Fakten

Franziszeische Landesaufnahme (1806-1869)

Die Franziszeische Landesaufnahme ist etwas anderes als die etwa zeitgleiche Franziszeische Katastralvermessung: Der Kataster hatte das Ziel, eine einheitliche Basis für die Bemessung der Grundsteuer zu schaffen, die Landesaufnahme diente in erster Linie militärischen Zwecken (Militärgeografie).

Die 2628 Kartenblätter der Aufnahme und abgeleiteten Karten sind im Österreichischen Staatsarchiv/Kriegsarchiv zugänglich.chiv zugänglich. Die Josephinische Landesaufnahme wurde ab 1807 durch die Franziszeische Landesaufnahme ersetzt.

Die Franziszeische Landesaufnahme sollte ab 1806 die Josephinische Landesaufnahme ersetzen. Die Franziszeische Landesaufnahme konnte die Erfassung der Grundstücke im Franziszeischen Kataster verarbeiten und verwendete erstmals die Triangulation.

Eine erste Triangulierung erfolgte von 1807 bis 1829, eine weitere mit verbesserten Methoden ab 1848. Zu Beginn der Arbeiten gab es noch unterschiedliche Triangulierungsysteme in den einzelnen österreichischen Kronländern, wodurch eine Gesamtdarstellung über die Grenzen dieser Länder nicht möglich war. Die Karten endeten an den Grenzen der damaligen Kronländer, die Karten beiderseits einer Grenze passen nicht genau aneinander (siehe unten die Karten von Preitenegg und der Hebalm).

Der Maßstab der Franziszeischen Landesaufnahme war mit 1:28.800 gleich jenem der josephinischen. Als erstes Land wurde Salzburg aufgenommen, das seit 1805 zu Österreich gehörte. Vorgezogen wurden Länder wie Tirol und Vorarlberg, welche in der Josephinischen Landesaufnahme nicht enthalten waren.

Die Landesaufnahme wurde durch eine eigene Anstalt durchgeführt: Die Topographische Anstalt (Topographisch-lithographische Anstalt des k. u. k. Generalquartiermeisterstabs). Aus dieser Anstalt ging später das Militärgeographische Institut hervor, dessen Nachfolger war das österreichische Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen.

Die Ergebnisse der Landesaufnahme wurden nicht mehr (wie bei der vorangegangenen Josephinischen Landesaufnahme) geheim gehalten. Sie wurden in Karten im Maßstab 1:144.000 (Spezialkarte) und 1:288.000 (Generalkarte) veröffentlicht. Diese Karten werden im Sprachgebrauch ebenfalls als „Franziszeische Landesaufnahme“ bezeichnet.

Galizien und die ungarischen Länder (Transleithanien) sind in der Spezialkarte nicht enthalten, weil diese Gebiete in der Landesaufnahme bei deren Einstellung nach über 60 Jahren noch immer nicht vollständig bearbeitet waren. Generalkarten gab es für die ganze österreich-ungarische Monarchie.