Unsere Abstammung

Hintergründe und Fakten

Die Hammerschmiede zu Mitterndorf 8

Das Anwesen Mitterndorf 8 war einst eine "Hammerschmiede" und trägt auch heute noch den Hausnamen "Hammerschmiede". Unbekannt ist, seit wann es diese Hammerschmiede gab; als dem Passauer Domkapitel untertänig, wird sie um 1660 erwähnt. Besitzer war die Familie Mitterndorffer.

Diersbach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 1562 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 33 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011): Alfersham (51), Angsüß (45), Antersham (125), Bartenberg (50), Bernolden (26), Brunnern (18), Buchet (40), Diersbach (343), Dobl (15), Eden (66), Edenwiesen (66), Erledt (48), Etzelbach (44), Froschau (50), Großwaging (35), Gumping (43), Hartwagen (34), Herrnberg (38), Hochegg (28), Igling (11), Inding (36), Kalling (78), Kindling (18), Kobledt (13), Mayberg (21), Mitterndorf (68), Mörstalling (34), Oberedt (27), Raad (98), Schmidsedt (14), Schwabenhub (20), Sonndorf (7), Unterholzen (4)

Mitterndorf - ein Ortsteil von Diersbach im Innviertel
Mitterndorf - ein Ortsteil von Diersbach im Innviertel
Die Hammerschmiede heute
Die Hammerschmiede heute

Georg Mitterndorffer war um 1700 herum nicht nur Hammerschmied, sondern auch Zimmermeister.

Die letzten Mitterndorffer, Johann und Agnes" (Eltern: Johann und Barbara), hatten keinen männlichen Erben, sondern mit Sophia nur eine Tochter.

Diese heiratete 1783 den Hammerschmiedgesellen Ferdinand Plasy (später auch Plaßel, Blasl geschrieben), der auf der "Walz" mit nur einem Reisebündel aus Deutschland gekommen war.

Mitterndorfer gab es auch am Nachbaranwesen, dem Bauschmied-Anwesen (später "Denkbauer").

Dieses Anwesen war gegen Ende der Grundherrschaften der Hammerschmiede zehentpflichtig (ein Hinweis auf den Reichtum des Hammerschmied-Anwesens, welches als Bürgerliche sogar Zehentrechte über andere Höfe vom Domkapitel Passau erworben hatte).

Die letzten Besitzer auf dem Bauschmied-Gut, die sich "Mitterndorffer" nannten, waren "Peter und Margarete".

Dann dürfte, ohne dass eine andere Familie in den Besitz des Anwesens gekommen war, der Hausname "Bauschmied" auch als Familienname gebräuchlich geworden sein (die Unterscheidung zwischen Familien- und Hausnamen wurde bei den Pfarrämtern damals noch nicht so genau genommen).

Die Hammerschmiede um 1910
Die Hammerschmiede um 1910

1824 wurde das Anwesen neu aufgebaut und erhielt dabei fast ein schloßartiges Aussehen.

In den 1860er Jahren wurde auch ein Gasthaus eröffnet, 1886 wurde das Anwesen versteigert.

Die neuen Besitzer Kalchgruber errichteten auch eine Mühle und ein Sägewerk, ab 1919 wurde auch elektrischer Strom erzeugt.

Mitte der 1950er Jahre wurde die Hammerschmiede aufgelassen und das Sägewerk verpachtet.

Ab 1961 gab es nur mehr das Gasthaus, das Mitte der 1970er Jahre geschlossen wurde.

Das Anwesen wechselte noch zweimal den Besitzer. Die heutigen Besitzer haben das „Hammerschmied-Anwesen“ mit einer Art Schloßmauer umgeben und verwenden es zu reinen Privatzwecken. "Lediglich die Turbinen liefern noch Strom.

Betrieben werden die Turbinen von einem Mühlbach, gespeist aus dem Pfudabach. Mitterndorf ist eine Ortschaft im östlichen Gemeindegebiet von Diersbach und war einst nach Diersbach die bedeutendste Ortschaft im Gemeindegebiet (Kreuzungspunkt mehrerer Straßen, bis vor einigen Jahren Standort einer eigenen Volksschule).

Aus dem Franziszeischen Kataster (Urmappe) von Oberösterreich

Übersicht der Mitterndorfer-Linie

Übersich der Mitterndorfer
Übersich der Mitterndorfer